Archiv für September 2010

Heraus gegen den hessischen Unternehmertag 2010

Soziale Revolution ist möglich: Gegen Lohnarbeit, Leistungsterror und Standortkonkurrenz – Die Krise heißt Kapitalismus!

Den komplette Aufruf gibts hier.

unternehmertag

Kurzaufruf zur Demo gegen den hessischen Unternehmertag 2010:
Diesen Herbst will die Bundesregierung die Kosten für die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Deutschland in der Krise des Kapitalismus mit einem weiteren Kürzungspaket auf dem Rücken von Lohnabhängigen und Erwerbslosen abladen. Währenddessen findet in der Kurstadt Wiesbaden ein bemerkenswerter Event statt. Am Dienstag, den 26. Oktober, lädt der Verband hessischer Unternehmer (VhU) hier zu seinem jährlichen „Unternehmertag“. Erwartet werden über 1200 UnternehmerInnen und PolitikerInnen, die unter dem Motto „Mit Energie in Deutschlands Zukunft“ nicht nur „Gute-Laune-Jazz“, sondern auch Reden verschiedener
„wirtschaftlicher und politischer Experten“ hören wollen. Geboten werden wieder einmal Vorschläge wie Hartz IV und staatlicher Arbeitszwang „effektiver“ organisiert und die nationale Komplizenschaft mit dem „Exportweltmeister Deutschland“ in der Standortkonkurrenz gegen den Rest der Welt enger geschnürt werden kann. Doch damit nicht genug: Höhepunkt des Abends wird auch dieses Jahr die Krönung der „Hessenchampions“, d.h. der Firmen, die trotz oder gerade wegen der Wirtschaftskrise ihre Weltmarktanteile ausbauen konnten. Egal ob Studiengebühren und autoritäre Hochschulpolitik, Flughafenausbau und Atomenergie, Hartz IV und Leiharbeit, kapitalistische Stadtentwicklung und Gentrifizierung oder auch die rassistische Selektion in „nützliche und unnütze MigrantInnen“:
Der Verband hessischer Unternehmer ist mit seiner Presse- und Öffentlichkeitsarbeit stets an vorderster Front, wenn es darum geht die Interessen des Wirtschaftsstandortes gegen die Bedürfnisse der meisten Menschen durchzusetzen. Und der VhU ist damit erfolgreich. Das nationale Kapital, sein Staat und dessen Fans haben also Grund zu feiern – da wollen wir nicht fehlen.

Dienstag, den 26. Oktober 2010

19 Uhr Hbf Wiesbaden

Es rufen auf:

ag5 Marburg * autonome antifa [f] * antifa [ko] * antifaschistische Jugendgruppe Wiesbaden *campusantifa * FAU-Gewerkschaft für alle Berufe Frankfurt/M * Jugendantifa Frankfurt * Krisengruppe Frankfurt/M * ÖkoLinX-Antirassistische Liste Frankfurt/M * Ökologische Linke Frankfurt/M

von personalisierungen und kritikverzicht

nachdem vor einigen tagen von der antifa [ko] ein diskussionspapier zur geplanten „bankenblockade“ im oktober veröffentlicht wurde, reagirten die veranstallter, allerdings in einer art und weise, die zwar zu erwarten war, aber dennoch nichts mit emanzipatorischer, progressiver kapitalismus analyse zu tun hat, sondern wie wir es von notorischen bauchlinken zu erwarten war: mit weiteren schuldzuweisungen und mit einer umkehr der kritik.
damit ist nun offensichtlich was schon vorher klar war: eine zusammenarbeit mit dieser gruppe auf kritischer, praktischer, theoretischer oder sonst einer ebene ist weder möglich noch wünschenswert.
besagte antifa [ko] hat eine antwort auf zurückweisungen des ersten diskussionspapiers veröffentlicht.
diese findet ihr hier,
eine weitere kritik ist hier zu finden,
und hier wird versucht beide seiten zu beleuchten.

termine gegen den mob

1. pro-sarrazin-demonstration in frankfurt:
am 9. september möchte eine gruppe von sarrazin-freunden „für meinungsfreiheit“ bei der bundesbank in ffm demonstrieren.
die freunde bestehen, wie zu erwarten war, aus „normalen deutschen“, wie den „freien wählern frankfurt“ bis zu rechtsextremen wie den einschlägig bekannten foren „politically incorrect“ oder „gesamtrechts“. der aufruf ist mindestens genau so antisemitisch, rassistisch und menschenfeindlich, wie sarrazins äußerungen, zu denen hier nichts mehr geschrieben werden muss. infos zu treffpunkten etc. gibt es hier infos zum veranstallter hier.

2. kein-tag-für-deutschland-protest in bremen:
das „…ums ganze„-bündnis ruft zum protest gegen die das feiern der deutschen zustände und für die überwindung des systems am 3. oktober in bremen auf.
kein tag für deutschland

dazu gibt es am 21.9. um 19:30 im cafe kurzschluss (rotes haus) an der fh in frankfurt eine mobi-veranstalltung.
außerdem kann am 2.10. von ffm aus ein bus nach bremen genommen werden, dieser wird gegen morgen abfahren, die karten gibts auf der mobi-veranstalltung oder direkt bei der antifa f

3. love-minimal-hate-fascism-party in wetzlar:
die antifa overload aus dem lahn-dill-kreis veranstalltet am 24. september eine minimal party im franzis in wetzlar. vorher gibt es einen vortrag über nazi-strukturen in mittelhessen und dem lahn-dill-kreis.

dem deutschen mob entgegen!