Buchvorstellung mit dem israelischen Autor Uri Gordon „Hier und Jetzt — Anarchistische Praxis und Theorie“

am Sonntag, 04. Juli 2010
ab 20:00 Uhr im Café Exzess
Leipziger Str. 91, 60487 Frankfurt-Bockenheim

Zu Beginn wird Uri sich selbst und sein Buch vorstellen, im Original
„Anarchy alive! Anti-Authoritarian Politics from Practice to Theory“.

Anschliessend liest Uri Gordon aus einem der
folgenden Kapitel, je nach Wunsch des Publikums:

- Macht und Anarchie. Un/Gleichheit & Un/Sichtbarkeit in autonomer Politik
- Maschinenstürmer, Hacker und Gärtner: Anarchismus und Technologie
- HeimatLand? Anarchie und gemeinsamer Kampf in Palästina/Israel
(über Anarchists against the Wall u.a.)

Wir freuen uns auf eine kritische Diskussion.

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Uri Gordon, Jahrgang 1976, promovierte in Oxford über anarchistische Politik und lehrt heute am Arava Institute for Environmental Studies in Ketura, Israel. Er hat mit verschiedenen anarchistischen und radikalen Bewegungen zusammengearbeitet, etwa Indymedia, Dissent!- network, Peoples’ Global Action oder Anarchists Against the Wall. Als Aktivist vor allem in Israel und Großbritannien tätig, hat er an Straßenprotesten gegen internationale Gipfeltreffen in der ganzen Welt teilgenommen. Er schreibt für diverse anarchistische Medien, aber auch für große israelische Zeitungen wie Haaretz oder die Jerusalem Post.

Verlegt wurde die deutsche Fassung bei Edition Nautilus, Hamburg 2010.

zum Buch

Weitere Infos auf Deutsch zum Buch

Uri Gordons Homepage (Englisch)


3 Antworten auf „Buchvorstellung mit dem israelischen Autor Uri Gordon „Hier und Jetzt — Anarchistische Praxis und Theorie““


  1. 1 Frager 09. Juli 2010 um 1:05 Uhr

    Ihr seid ja lustig, die ANK anpissen und dann ne Veranstaltung mit Uri Gordon ankündigen…

    siehe z.B. hier: http://anarchyalive.com/2009/02/155/gaza-facts-on-the-ground/

    In the name of the Jews, the Israeli state drives Palestinians from their lands, imprisons them and punishes them with blundering brutality. The Revisionist policy dreamed up by early fascist Zionists of “Facts on the Ground” is a total success – Israel’s perceived choice today is between Apartheid and ethnic cleansing. The Israeli elections are seeing the meteoric rise of Avigdor Leiberman whose party, Israel Beitenu, promises to strip Palestinian citizens of Israel and Leftists of their citizenship if they fail tests of loyalty to the state. This isn’t swear-word fascism – this is the real thing. Still on the table is Kadima’s “realignment” plan to withdraw Israeli settlers from the “Palestinian” side of the segregation barrier. This is a de-facto annexation of 6 per-cent of West Bank territory which, crucially, would leave the in two landlocked islands, an internal enemy non-state which can now be disciplined on the same terms as Gaza.

    The last six decades have seen the (at least) fifth ethnic cleansing event to take place on this soil. But so far it has been ethnic cleansing with somewhere to run. In Gaza it was verging on something different. The Gaza war was an intentional threat to commit ethnic cleansing with nowhere to run. The Israeli state was threatening to commit genocide and everybody knew it.

    Und was ist da jetzt der Unterschied zur ANK?

  2. 2 lbdw 09. Juli 2010 um 7:00 Uhr

    „Und was ist da jetzt der Unterschied zur ANK?“

    das er zum beispiel keine jüdisch-zionistische weltherrschaft herbeifantasiert, nicht israel als einzigen staat weg haben möchte, sondern 2 staaten israel und palästina fordert bis zur klassenlosen gesellschaft, und außerdem nicht mit extrem nationalistischen und fundamentalistisachen organisationen zusammenarbeitet.
    kritik an der israelischen politik MUSS erlaubt sein, doch darf sie nicht destruktiv sein, und das ist die der ank und den anderen oraganisationen.
    nichts desto trotz ist gordons position natürlich provokant und zu diskutieren.

  3. 3 Dagewesen 12. Juli 2010 um 12:44 Uhr

    zu diskutieren in der tat, an einigen punkten allerdings dürfte es ja wohl auch aus sicht des lbdw nichts mehr zu diskutieren geben, beispielsweise die einseitige täter-opfer darstellung und die von ihm persönlich bestätigte zusammenarbeit mit hamas-wählern nach der argumentation, die meisten dieser wähler seien keine fundamentalisten, sondern würden nur durch die verhältnisse dazu getrieben, die hamas zu wählen.
    mit dem selben argument kann ich auch npd-wähler auf ne krisendemo lassen.

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