Archiv für August 2009

Für Freiheit, überall, für jede/n

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Faschisten den Schafspelz herrunterreißen!

Heute,am 17.08.2009 ,werden sich einige ,,Flashmobs“ zum Gedenken an Rudolf Hess zusammenfinden.
Dies gillt es auch in der Umgebung zu verhindern :

Gießen Bahnhof
Friedberg Bahnhof
Frankfurt Galleria Kaufhof/Zeil
Findet euch gegen 18:45 unauffällig bekleidet an den genannten Plätzen vor, seid wachsam und mobil!

Die“Flaschmobs“werden folgendermassen vorgehen:

„Alle kommen schnell zusammen und bleiben versteinert stehen um ein spannendes Stillleben für die Presse zu schaffen.

Langsames und deutliches Vorlesen der Schlussworte von Rudolf Heß. Übt in der Gruppe das synchrone Lesen um einen gemeinsamen Rhythmus zu finden. Die Worte „…er spricht mich frei“ sollten lauter als die vorherigen gelesen werden.

Alle haben den Platz in unterschiedliche Richtungen verlassen.“

Rodolf Hess: Hitlers Stellvertreter, welcher von den Faschisten zum „Volkshelden“, der von „USrael“ ermordet wurde, zu stiliesieren versucht wird.
17.August: Todestag von Hess

Das ist ein weiterer Versuch der Faschisten in modernem Antliz zu erscheinen und ist genauso widersprüchlich wie die Versuche der „Autonomen“ Nationalisten oder JN/NPD.
Es wird angeblich im Auftrag von “ Versammlungs- und Meinungsfreiheit, Wahrheit und Gerechtigkeit“ gehandelt.
Doch welche Gruppe ist es, die Hetzjagden auf kritische Journalisten/Journalistinnen, oder politische Gegener veranstalltet, und deren Versammlungen, wie zuletzt am 1.August in Friedberg, versucht zu zerschlagen, welche Gruppe ist es, die systematisch Geschichte fälscht um in besseren Licht zu erscheinen und aus welcher Gruppe kommen tausende, wenn nicht millionen, ungesühnte Verbrechen gegen die Meschlichkeit, sei es der maschinelle Mord oder Brandamschläge auf Asylbewerberheime?

Wir werden den Faschisten nicht den öffentlichen Raum überlassen, nicht am 1., nicht am 17. August oder an sonst einem Tag!
Nazipropaganda bleibt NAZIPROPAGANDA …….egal in welchem Schaafspelz.

Hier eine Liste der Bundesweiten Orte:
„Überall Da wo Ihr gerade seid. (Verabredet Euch per SMS) Karte
Aachen Hbf. Bahnhofsvorplatz Karte
Ahlen (Westf.) vor dem Gerichtsgebäude in der Fußgängerzone Karte
Annaberg-Buchholz Marktplatz Karte
Apolda Vor dem neuen Schwimmbad Karte
Asbach-Bäumenheim Rathausplatz Karte
Aue Postplatz Karte
Bad Düben Auf dem Markt vorm Rathaus Karte
Bad Kissingen Fußgängerzone vor dem Landratsamt Karte
Bad Lauchstädt Schillerstraße / Kurpark Karte
Bad Säckingen Münsterplatz Karte
Berken Pfeifenofen 14, Stadtlohn Karte
Bernau Marktplatz am Rathaus Karte
Bitburg Bedaplatz Karte
Bitterfeld Brücke über den Gleisen, Zörbiger Str/Dürener Str Karte
Bonn Bahnhofsvorplatz Karte
Borna Eingangshalle Kaufland Höhe Zeitungskiosk Karte
Brüssow Am Markt Karte
Bremen Körnerwall, vor dem SWH Karte
Bremerhaven Am Hbf Karte
Burg Marktplatz, direckt vor der Burg Info Karte
Chemnitz Direkt vor dem Karl-Marx-“Denkmal‎“ Karte
Cottbus Altmarkt am Brunnen Karte
Düsseldorf Burgplatz, direkt vor dem alten Schlossturm Karte
Darmstadt Marktplatz Karte
Delitzsch Roßplatz Karte
Delmenhorst Rathausplatz Karte
Delmenhorst An der Stadtkirche Karte
Dortmund Dortmund Innenstadt, direkt vor dem Hauptbahnhof Karte
Dresden Theaterplatz vor der Semperoper, direkt vor dem König-Johann-Denkmal Karte
Eilenburg Marktplatz direkt vorm Rathaus Karte
Eisenhüttenstadt Lindenalee, bei der Disco Magnet Karte
Elsterwerda Marktplatz Karte
Emmendingen Bahnhofsvorplatz Karte
Emmerich am Rhein Bahnhof Karte
Erfurt Hauptbahnhof / Bahnhofsvorplatz Karte
Erlangen Hugenottenplatz Karte
Eschweiler Direkt vor dem Hauptbahnhof, Reigate-Banstead-Platz Karte
Essen Vor der Serhend Filiale Karte
Fürstenwalde/Spree Makrtplatz am Dom Karte
Falkensee Vor dem Rathaus Karte
Flensburg Südermarkt Karte
Frankfurt/Main Vor Galeria Kaufhof / Zeil Karte
Freiberg Obermarkt Karte
Freiburg im Breisgau Rathausplatz Karte
Friedberg Bahnhof Karte
Görlitz Rathaus (Untermarkt) Karte
Gardelegen Vor dem Kaufland Karte
Geithain Marktplatz am Brunnen Karte
Gera Event platz vor dem Haus der Kultur Karte
Gerlingen Vor der Kirche Karte
Gießen Vor dme Bahnhof Karte
Gladbeck Marktplatz, Stadtmitte Karte
Groß Beuchow Auf dem Parkplatz des Fußballplatz Karte
Guben Frankfurter Straße, am Dreieck Karte
Halberstadt Marktplatz Fischmarkt Karte
Halle/Saale Marktplatz Karte
Hamm Willy-Brandt-Platz (Hbf) Karte
Hanau Marktplatz Karte
Hannover Kornstraße Vor dem UJZ Karte
Heidenau Direkt vor dem Bahnhof Karte
Hildesheim Eingang Hauptbahnhof Karte
Hoyerswerda Lausitzcenter Karte
Ingolstadt Rathausplatz Karte
Köln Am Hauptbahnhof 1, Eingangsbereich Haupthalle Karte
Königs Wusterhausen Bahnhofstraße – Stadtbrunnen Karte
Köthen/Anhalt Eingangshalle Kaufland Höhe Kassen Karte
Köthen/Anhalt Edeka Höhe Kassen Karte
Karlsruhe Marktplatz vor dem Rathaus Karte
Löbau (Sachsen) Vor dem Bahnhof Karte
Lübben Marktplatz vor der Kirche Karte
Lüneburg Clamartpark am Denkmal von Rote Straße erreichbar Karte
Landau Westring, Ecke Westbahnstraße Karte
Leipzig zu erfahren in der Odermannstraße 8 Karte
Linz/Österreich Altes Rathaus Karte
Ludwigsfelde Potsdamer Strasse vor dem Kaufland Karte
Lugau Paletti Park Chemnitzer Straße Karte
Mönchengladbach Hauptbahnhof Hauptausgang Karte
Müllheim (Baden) Marktplatz Karte
Magdeburg Olvenstedter Platz Karte
Mannheim Vor dem Marktplatz – Denkmal Karte
Marburg Marktplatz Karte
Markkleeberg Rathausstraße 1, vor dem Rathaus Karte
Mittweida direkt auf dem Marktplatz Karte
Nürnberg Plärrer, vor Marktkauf Karte
Neunkirchen (Saar) Stummplatz Karte
Niesky Zinsendorfer Platz Karte
Nordhausen Arbeitsamt in Richtung Rathaus Karte
Northeim Am Markt Karte
Offenburg Vor dem Haupteingang Karstadt Karte
Oldenburg Vor dem Hauptbahnhof Karte
Oschatz Neumarkt Karte
Oschersleben / Bode Lüneburger Str. vor dem Kaufland Karte
Osnabrück Platz vor dem Rathaus Karte
Ostritz Marktplatz Karte
Paderborn Rathausplatz am Brunnen Karte
Peitz Auf dem Markt gegenüber der Sparkasse (vor dem Rathaus) Karte
Pfaffenhofen Hauptplatz Mariensäule Karte
Pirna Parkplatz, direkt vor dem Bahnhof Karte
Pleinfeld Marktplatz, direkt vor dem Rathaus Karte
Quedlinburg Marktplatz Karte
Querfurt Marktplatz Karte
Radeberg Marktplatz Karte
Reutlingen Hauptbahnhof gegenüber vom „billy bobs“ Karte
Riesa Bahnhof Karte
Rochlitz Marktplatz zwischen Rathaus und Brunnen Karte
Ruhland Markt, direkt vor dem Brunnen Karte
Saarbrücken Sankt Johanner markt Karte
Salzgitter Beim Turm der Arbeit Karte
Schwarzenbek Ritter Wullf Platz am Rathaus Karte
Schwarzheide Hauptstr. 17A, direkt vor dem Wasserturm Karte
Schwed Platz der Befreiung Karte
Senftenberg Am Neumarkt, direkt vor der Apotheke Karte
Stralsund vor dem Meeresmuseum Karte
Stuttgart Stuttgart-Schlossplatz, vor der großen Säule Karte
Suhl Platz der deutschen Einheit Karte
Tübingen Vor dem Regierungspräsidium Karte
Uelzen Neues Schauspielhaus Rosenmauer Karte
Ulm Vor dem Münster Karte
Unna Platz vor dem Kino Karte
Velten Bahnhofsvorplatz Karte
Vetschau Marktplatz unter unserem tollen Winkel Karte
Weißenfels Merseburger Straße – Märchenbrunnen Karte
Weiden in der Oberpfalz Bahnhof Karte
Weimar Modepassage am Markt Karte
Wernigerode Marktplatz, direkt vor dem Rathaus Karte
Wien Europaplatz, vor dem Westbahnhof Karte
Wittichenau Auf dem Marktplatz Karte
Wittstock Marktplatz, vorm Rathaus Karte
Wunstorf Marktplatz Karte
Zittau Kaufland Ost Karte
Zwickau Kornmarkt Karte “
(Orte von 17august.info/ übernommen)

Libertäre und Antinationale Vorabenddemo

Am 4. September findet in Dortmund anlässlich des neonazistischen „Antikriegstages“ eine libertäre und antinationale Vorabenddemo statt. Die Demonstration ist organisiert von der Anarchistisch-Syndikalistischen Jugend NRW und anderen linksradikalen Gruppen. Unterstützt von der FAU Region West will die ASJ eigene Akzente setzen und einer fehlenden libertären Perspektive im Ruhrgebiet entgegentreten!

Das kurze „warum überhaupt der 4. September?“

Antifaschismus ist seit jeher ein fester Bestandteil im Alltag von vielen jungen und älteren AnarchosyndikalistInnen, jedoch seltener konkret das Aktionsfeld von FAU oder ASJ als Organisationen. Für libertäre Organisationen hat daher eine Auseinandersetzung mit Nationalismus und Krieg einen entscheidenen Standpunkt, um zu faschistischen Tendenzen Stellung beziehen zu können.

„Allein dieser Fakt zeigt, dass es Zeitpunkte gibt, an denen wir nicht mehr nur als Einzelne die Antifa-Bewegung unterstützen, sondern selbst alle Kraft aufwenden müssen, um einem erstarkenden und aggressiven Neonazismus die Stirn zu bieten. Das ist in Dortmund eindeutig gegeben“ so ein Sprecher der ASJ Recklinghausen.“Wir müssen uns bewusst sein, dass die Etablierung unserer Politik erst mit der Lösung des Naziproblems in Dortmund und Umgebung erfolgreich sein kann, da aus diesen gewaltbereiten und aggressiven Strukturen eine tägliche Gefahr ausgeht, mit der sich die Menschen konfrontiert sehen.“
Eine Sprecherin fügt hinzu: „Ferner kann es einfach nicht sein, das antifaschistische Arbeit in Dortmund und dem Ruhrpott ausschließlich einen antideutschen Stempel hat. Wir setzen mit einer libertären und antinationalen Demonstration im Ruhrgebiet, die eigens versucht Menschen zu erreichen anstatt durch gewisse Gebärden eher abschreckend zu wirken, ein ganz eigenes und seltenes Zeichen.“
Dortmund entwickelt sich zu einer Hochburg der Neonaziszene, und hier im besonderen dem der sogenannten „autonomen Nationalisten“ die den Stadtteil Dorstfeld komplett für sich als national befreite Zone beanspruchen. Angriffe auf die marginalen alternativen Treffpunkte und auf Menschen mit Migrationshintergrund oder als „Links“ deklarierte Menschen sind Alltag in Dortmund, daran ermahnt nicht zuletzt der Mord an den Punk Thomas „Schmuddel“ Schulz. Konflikte zwischen „Antideutschen“ und „AntiImps“ lähmten die Bemühungen um Antifa-Arbeit und schreckte viele AntifaschistInnen ab.

Die ASJ-NRW will hier mit der FAU den Grundstein legen, gegen die größte jährliche Demonstation „autonomer Nationalisten“ ein neues Zeichen zu setzen, und für eine eigene Position zu werben – antinational, klassenkämpferisch und libertär!

Auf nach Dortmund – gegen Krieg und Nationalismus!

mehr Infos auf: http://www.fau.org/artikel/art_090803-175540

Spiel mir das Lied vom Tod

Die Bundeswehr wird in den nächsten Monaten häufig in der Nähe sein, um ihre menschenverachtende Propaganda unter die potenzielen „SchützerInnen der Freiheitlich-Demokratischen Grundordnung“ zu bringen, als GegnerInnen von Herrschaft können wir das natürlich nicht still hinnehmen!
Das Militär steht mehr als jede andere Institution für Kapitalismus, Herrschaft, Reaktion, Nationalismus und Geschichtsrevisionismus.
Also:
BUNDESWEHR WEGROCKEN!
an folgenden Terminen:

Gießen 14.09.09 - 18.09.09 : Messestand bei: Berufsinfowoche Gießen
Gießen 19.11.09 : Veranstaltung in Arbeitsagentur
Frankfurt 17.09.09 - 27.09.09: Messestand und Jugendoffiziere bei: IAA – Automobil Ausstellung
Frankfurt 16.10.09 : Musikkorps bei: Festakt, Serenade
Frankfurt 01.11.09 : Messestand bei: azubi&studientage 2009
Friedberg 17.09.09 : Musikkorps bei: „Wohltätiskeits“konzert

(Termine nach: http://www.kehrt-marsch.de/?page_id=257)

Artikel dazu von:
http://strassenauszucker.tk/

Kein Bund fürs Leben!

In letzter Zeit scheint die Bundeswehr überall zu sein: Egal, welchen Medien wir gerade Aufmerksamkeit schenken, sein es Radio, Zeitung, Internet oder Fernsehen, überall werden wir unangenehm von ihr überrascht.

Der nette Arbeitgeber von nebenan?
Ein Berliner Radiosender bringt regelmäßig einen Werbespot der Bundeswehr, welcher dann auf eine ihrer Internetseiten verweisen soll. In der Jugendzeitung „Spiesser“, welche kostenlos in nahezu jeder Berliner Schule zu finden ist, läuft genau das gleiche Spiel ab. Hier werden immer wieder ganzseitige Anzeigen des „Arbeitgebers Bundeswehr“ veröffentlicht. Und bei der Sendung „TV Total“ etwa war die Big Band der Bundeswehr vier Tage zu Gast.
Es ist klar: Die Bundeswehr wirbt nicht ohne Grund in Medien, die vor allem ein junges Publikum ansprechen wollen. Die Streitkräfte der BRD suchen dringend Nachwuchs. Und wie rekrutiert man am besten Teenager? Indem man als souveräner, jugendfreundlicher Arbeitgeber auftritt. Das versucht die Bundeswehr natürlich auch bei speziellen Veranstaltungen im Jobcenter oder Auftritten mit einem eigenen Werbemobil. Auf den ersten Blick scheint die Bundeswehr für junge Menschen ein attraktives und sinnvolles berufliches Angebot nach der Schule zu sein. Ein Studium beim Bund verspricht viele Vorteile:
„Einen krisensicheren Arbeitsplatz, gute Perspektiven für die Zukunft und die Möglichkeit, nach der Bundeswehrzeit in dem studierten Beruf zu arbeiten“.
Und was haben wir daran zu kritisieren? Nicht nur, dass man sich für 12 Jahre verpflichten muss, wenn man sich für ein Studium bei der Bundeswehr entscheidet, man muss sich auch darüber bewusst werden, für wen man dann arbeitet. Schon die Geschichte dieses Vereins spricht Bände: Nur sechs Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs startete man den Wiederaufbau einer deutschen Armee. In den ersten Jahren waren die meisten Soldaten ehemalige Offiziere der Wehrmacht und den Namen „Bundeswehr“ erhielten die deutschen Streitkräfte vom früheren Wehrmachtsgeneral Hasso von Manteuffel. Die Bundeswehr setzt die Kontinuität deutscher Kriegsführung, kaum gebrochen, fort.

„Befehl und Gehorsam“
Die Bundeswehr ist kein normaler Arbeitgeber im eigentlichen Sinn. Wenn du bei einem herkömmlichen Job keine Lust auf irgendeine Art von Arbeit hast, dann wirst du schlimmstenfalls gefeuert, beim Bund dagegen kommst du erstmal eine Weile hinter Gitter. Auch wenn es immer wieder so propagiert wird, es ist eben keine normale Lohnarbeit in der Bundeswehr: Es ist noch schlimmer!
Der_die Soldat_in bekommt keinen Lohn für seine/ihre Arbeit, sondern vergleichbar mit Beamt_innen einen Sold. Da er_sie im öffentlichen Dienst beschäftigt ist, unterliegt er_sie anderen, strengeren Regeln als ein_e „normale_r Arbeitnehmer_in“. Das bedeutet z.B., dass ein_e Soldat_in weder kündigen noch gekündigt werden kann, da kein vertragliches Arbeitsverhältnis besteht.
Jegliche Fehler wie „Befehlsverweigerung“ oder Nichterfüllung der Aufgaben werden strenger geahndet und ziehen schwerwiegendere Konsequenzen nach sich, als bei einem normalen Bürojob. Und auch die hierarchischen Strukturen spielen eine ganz andere Rolle. Zu Beginn befindet man sich am untersten Ende der Befehlskette und es gibt dort garantiert keinen Platz für eigene Ideen, denn natürlich gilt das Prinzip von „Befehl und Gehorsam“.

Und sonst so?
Die Bundeswehr als Institution ist ein Faktor dafür, wie sich Staat und Nation, sprich Herrschaft und ausschließender Kollektivismus, in der kapitalistischen Gesellschaftsordnung reproduzieren. Sie ist ein wichtiges Machtmittel, die bewaffnete Versicherung auf die Souveränität des deutschen Staates. Indem ein Staat seine Grenzen bestimmt, sie bewaffnet, sichert und mit einer Multimilliarden-Euro-Armee notfalls auch verteidigen kann, definiert er, wer dazugehört und wer nicht. Dieser ausschließende Kollektivismus gehört zur Grundgestalt jeder Nation. Er intensiviert sich durch den Gedanken der Schicksalsgemeinschaft. Schicksalsgemeinschaft deswegen, weil alle Menschen, die im selben Staat leben, sozusagen für die Nationalökonomie an „einem Strang ziehen müssen“.
Nationale Betriebe müssen entsprechend erfolgreich sein (Import, Export, dies, das), damit der Staat sich in der Weltmarktkonkurrenz behaupten kann.
Die Bundeswehr agiert international, einerseits um den Zugang zu Rohstoffen nachhaltig zu schützen und zu sichern, andererseits um politische Ziele zu verwirklichen und damit neue Absatzmärkte zu gewinnen. Die Intervention in Afghanistan zum Beispiel hat zwar auch ansatzweise demokratische Verhältnisse hervorgebracht, aber schlicht aus dem Grund, dass es sich mit diesen als Voraussetzung leichter handeln lässt als mit marodierenden Warlordhorden.
Der Iran dagegen ist auch ohne Menschenrechte und bürgerliche Demokratie ein verlässlicher Handelspartner für die deutsche Wirtschaft, weshalb eine militärische Intervention dort nicht nur gar nicht nötig ist, sondern den wirtschaftlichen Beziehungen sogar schaden würde. Und im Sudan als beliebiges Beispiel für Länder, an denen die BRD keinerlei ökonomische oder politische Interessen hat, gibt es auch keine (militärische) Intervention, um die Situation vor Ort zu stabilisieren oder demokratische Mindeststandards als Grundlage für wirtschaftliche Handelsbeziehungen zu etablieren.
Somit wird die Stellung eines Staates in der Weltmarktkonkurrenz von der Armee gefestigt.
Am Beispiel Bundeswehr lässt sich folglich gut veranschaulichen, wie das politische System, in dem wir leben, funktioniert. Es beruht auf Ausschlussmechanismen und Konkurrenz, auf Zwang und der Freiheit, diesem Zwang nachzugehen.
Das sind mehr als genug Gründe, der Bundeswehr den Mittelfinger zu zeigen, anstatt für sie zu arbeiten!